infocamp: Barcamp zu Bibliotheks- und Informationswissenschaft 2012 in Chur (CH)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Weiterbildungen, Konferenzen, Tagungen, Arbeitsgruppen, Workshops, Meetings ­– Ziel der meisten dieser Veranstaltungen ist die Wissensvermittlung und der Austausch mit FachkollegInnen. Aber bieten diese Veranstaltungen immer genügend Zeit für Gespräche und Diskussionen und werden die für Sie relevanten Themen behandelt?

Beim Infocamp in Chur werden Sie genau die richtige Mischung bekommen! Die als „Unkonferenz“ organisierte Veranstaltung lebt von Ihnen und mit Ihnen. Es gibt keine BesucherInnen, nur TeilnehmerInnen! Sie gestalten das Programm aktiv mit und entscheiden selbst, wie Sie sich einbringen. Ziel ist es, eine Kommunikationsplattform für den Erfahrungsaustausch und die Diskussion zu bieten.

Das Infocamp findet statt vom 7.-8. September 2012 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur. Die Veranstaltung ist als Barcamp konzipiert, das durch einige Keynotes umrahmt wird. Diskutiert werden aktuelle Themen wie beispielsweise:

  • Methoden der Informationswissenschaft -­ Stand und Perspektive
  • Open Access -­ Paradigma der digitalen Wissenschaft
  • Social Media – Kollaboration und der Beitrag der Bibliothek
  • Mobile Media ­- Das Verschwinden des „Ortes“ Bibliothek
  • Open Knowledge -­ Offenheit als Grundlage der Informationswissenschaft und ihrer Praxis?

Eingeladen sind Personen aus der bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen Praxis und Forschung. Darüber hinaus freuen wir uns über TeilnehmerInnen aus verwandten Bereichen wie Archiv, Museum, Verlag, E-Learning und IT-Entwicklung.

Die Teilnahme ist kostenlos! Ein Anmeldeformular wird Anfang 2012 auf der Website http://www.infocamp.ch zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zur Organisation des Infocamps: http://www.infocamp.ch und Facebook https://www.facebook.com/pages/Infocamp-Chur-2012/320380234658735, hashtag #icamp12

Viele Grüße, für das Infocamp-Organisationsteam

Ulrich Herb

Zwischenbericht der Internet-Enquete zum Urheberrecht erschienen

Die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ hat ihren Zwischenbericht zum Urheberrecht veröffentlicht (Drucksache 17/7899). In diesem Dokument wird auch die Rolle des Urheberrechts für Forschung und Lehre behandelt. Festgestellt wird:

„Die Literaturversorgung bleibt daher aus Wissenschaftsperspektive
deutlich hinter den technischen Möglichkeiten und auch dem weltweiten
Standard der Wissenschaftskommunikation zurück.“ (S. 20)

Die Enquete-Kommission empfiehlt Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungendie weitere Förderung von Open Access. Neben der Stärkung der Rechte der Autorinnen und Autoren wird der Goldenen Weg des Open Access in den Vordergrund gestellt.  Im Rahmen der öffentlich geförderten Forschung soll „im Einzelfall geprüft werden, ob eine Open Access-Veröffentlichung zur Bedingung gemacht werden kann, um sicherzustellen, dass die Einräumung von ausschließlichen Nutzungsrechten an Verlage den wissenschaftlichen Austausch nicht behindert.“ (S. 81).

(via iRights.info)

Großbritannien setzt auf Open Access

Mit der Verabschiedung der „Innovation and Research Strategy for Growth“ (PDF) spricht sich die britische Regierung für eine deutliche Förderung von Open Access aus. In dem Kapitel „Expanded access to Research Publication and Data“ (S. 76) der Innovationsstrategie heißt es:

„The Government, in line with our overarching commitment to transparency and open data, is committed to ensuring that publicly-funded research should be accessible free of charge. Free and open access to taxpayer-funded research offers significant social and economic benefits by spreading knowledge, raising the prestige of UK research and encouraging technology transfer.“

Von den Research Councils geförderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen verpflichtet werden ihre Publikationen auf Open-Access-Repositorien zugänglich zu machen.

Wissenschaftsminister David Willetts erläutert den Schritt im Guardian:

„We set out very clearly in the document today our commitment to open access. We want to move to open access, but in a way that ensures that peer review and publishing continues as a function. It needs to be paid for somehow. One of the clear options is to shift to a system from which university libraries pay for journals to one in which the academics pay to publish. But then you need to shift the funding so that the academics could afford to pay to publish.“

Ein weiteres Schwerpunktehema der Innovationsstrategie ist Open Data. Hier wird u.a. die Einrichtung eines Open Data Institute (ODI) angekündigt (S. 3-4) :

„We have commissioned independent groups of academics and publishers to review the availability of published research, and to develop action plans for making this freely available. We will also create an Open Data Institute, which will develop semantic web technologies for using data more effectively, and will advise the public sector and business as to how best to use these and manage their data so it can be exploited for economic and social benefits.“

Fred Friend vom University College London kommentiert die Entwicklung auf der JISC-Repositories-Liste:

„For those of us who witnessed the negative reaction of the previous UK Government to the 2004 Parliamentary Enquiry, these words are wonderful to read, and a tribute to the work carried out since 2004 to bring home to Government the potential benefits of OA to research and education communities and to the taxpayer.“

An dieser wegweisenden Entwicklung werden sich zukünftige Open-Access-Strategien in Europa messen lassen müssen.

Blogportal für die Geisteswissenschaften

Mareike König, vom Deutsches Historisches Institut Paris (DHIP), berichtet über den Start eines deutschsprachigen Blogportals für die Geisteswissenschaften:  http://de.hypotheses.org. Mit diesem soll der Erfolg geisteswissenschaftlicher Blogs in Frankreich in den deutschen Sprachraum getragen werden.

„Entstanden ist die Idee vor dem Hintergrund des großen Erfolgs des französischsprachigen Blogportals hypotheses.org. Über 60 der derzeit 269 dort versammelten Blogs haben in diesem Sommer von der französischen Nationalbibliothek eine ISSN bekommen und können damit wie Zeitschriften in die Bibliothekskataloge aufgenommen werden[1]. Das Team von hypotheses.org um Marin Dacos und Pierre Mounier stellen die Infrastruktur für das deutschsprachige Portal kostenlos zur Verfügung, ganz im Sinne des Manifests der Digital Humanities, entstanden auf dem Pariser ThatCamp 2010, das Kollaboration in einer solidarischen, offenen, einladenden und frei zugänglichen Praxisgemeinschaft in den Mittelpunkt stellt.“

Schön, dass sich das DHIP diesem Thema annimmt und sein Engagement für die Digital Humanities so konsequent umsetzt. PS: Immer noch lesenswert ist der Beitrag von König auf Archivalia  zur Landschaft geisteswissenschaftliche Blogs in Frankreich.

(via LIBREAS.)

Grüne fordern umfassende Förderung von Open Access

Klaus Graf macht auf einen bemerkenswerten Gesetzesentwurf der Grünen zum Thema Open Access aufmerksam. Kurze Zusammenfassung:

Unter dem Titel „Förderung von Open Access im Wissenschaftsbereich und freier Zugang zu den Resultaten der öffentlich geförderten Forschung“ (17/7031) hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zum Thema Open Access in den Bundestag eingebracht.

Im Fokus des Antrags steht das Anliegen der Grünen „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Nutzung und Publikation von Open Access Beiträgen durch Informationen, Beratung und Serviceleistungen zu unterstützen und dadurch die Verbreitung von Open Access Veröffentlichungen zu beschleunigen.“

Die Grünen schlagen vor Open Access durch Maßnahmen in den folgenden vier Handlungsfeldern zu fördern:

Rechtliche Vorraussetzungen für Open Access: Hier wird ein u. a. eine unabdingbares Zweitveröffentlichungsrecht gefordert.

Open-Access-Strategien der Wissenschaft unterstützen: Hier sehen die Grünen umfassenden Handlungsbedarf. U. a. soll der Aufbau von Open-Access-Publikationsfonds sowie die „Primärdateninitiative“ der Wissenschaftsorganisationen vorangetrieben werden.

Benachteiligung von Open-Access-Publikationen abbauen: Hier fordern die Grünen u. a. die Gleichberechtigung von Open-Access-Publikationen im Rahmen von Berufungsverfahren.

Transparenz über öffentliche Forschung erhöhen: Unter diesem Punkt fordern die Grünen u. a. die Einführung von „rechtlich verpflichtende[n] Bedingung“ um Publikationen, die im Eigenverlag von wissenschaftlichen Institutionen entstehen, nach einem Embargo von zwölf Monaten im Netz frei zugänglich zu machen. (Besonderer Handlungsbedarf wird bei den Ressortforschungseinrichtungen des Bundes gesehen.)

Bundestag.de hat eine kurze Notiz zu dem Antrag veröffentlicht.

Update, 27.09.11: Auf gruen-digital.de erläutert Konstantin Notz, netzpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, das Anliegen.

Kurz: „The Digital Scholar“; Stand der Bibliometrie; Open-Access-Indikator gesucht

Seit heute ist Martin Wellers Buch „The Digital Scholar: How Technology is Changing Academic Practice“ frei zugänglich im Netz. Auf der Website von Bloomsbury Academic kann das Werk kapitelweise gelesen und gedruckt werden. Weller arbeitet als Professor für Educational Technology an der Open University. Auszug aus der Beschreibung des Werks:

„While industries such as music, newspapers, film and publishing have seen radical changes in their business models and practices as a direct result of new technologies, higher education has so far resisted the wholesale changes we have seen elsewhere. However, a gradual and fundamental shift in the practice of academics is taking place. Every aspect of scholarly practice is seeing changes effected by the adoption and possibilities of new technologies. This book will explore these changes, their implications for higher education, the possibilities for new forms of scholarly practice and what lessons can be drawn from other sectors.“

Anlässlich der diesjährigen European Summer School for Scientometrics (ESSS), die in dieser Woche in Wien stattfand, hat Robert Czepel vom ORF Wolfgang Glänzel (Katholieke Universiteit Leuven) zum Stand der Bibliometrie befragt:

„Tja, kann man Qualität überhaupt messen? – Das ist die Frage: Dass Qualität in der Wissenschaft direkt messbar ist, glaube ich nicht. Aber man hat Anhaltspunkte. Es gibt zumindest Indikatoren, die bestimmte Aspekte von Qualität wiedergeben. Wenn beispielsweise eine neue Entdeckung sehr schnell in die Kommunikation der Forscher weltweit einfließt, dann ist das auch ein Hinweis darauf, dass sie wichtig war.“

Passend zum Thema hat die Europäische Kommission heute einen Call zum Thema „Study to develop a set of indicators to measure open access“ veröffentlicht:

„The central aim of this study will be to develop an indicator that can ensure yearly and sustainable monitoring of the growth of open access literature from 2000 onwards within the ERA and beyond. The indicator will be accompanied by a study on the development of open access strategies in ERA countries and other selected countries, as well as by an exploratory study on a composed indicator measuring the growth of open access.“

Kurz: Krebsforscher wünschen Open Access; JISC-Report zu Publikationsgebühren; Start von ELIXIR; Buchmesse

Eingeleitet durch das Präfix „Kurz:“ werde ich in den kommenden Wochen versuchen aktuellen Meldungen rund um das wissenschaftliche Publizieren im Netz kurz und knapp zu dokumentieren.

Im Rahmen des EU-Projektes Eurocancercoms wurde die Einstellung von Krebsforscherinnen und -forschern zu Open Access untersucht:

 „The survey revealed that the internet is used by 94% of cancer researchers for professional activities every day, with the majority accessing PubMed and online journals daily or 2-3 times a week. […] With nearly three quarters of survey respondents having already published work in Open Access journals, the survey indicates a growing acceptance of the OA route to publication. Even more convincing is the finding that 88% of respondents believe that publicly funded research should be made available to be read and used without access barriers.“

JISC hat einen interessanten Workshop-Report zum Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren veröffentlicht: (Dank an Birgit Schmidt für den Hinweis.)

„On 25 May 2011, JISC Collections organised a workshop of publishers, libraries and funders, to discuss the organisational and administrative issues around the transition to open access models for scholarly journal publishing, particularly the future of the hybrid model.“

ELIXIR: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Niederlande und Schweden haben gemeinsam mit dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) eine Memorandum of Understanding zur Umsetzung des Infrastrukturvorhabens ELIXIR unterzeichnet:

„ELIXIR is a pan-European initiative to operate a sustainable infrastructure for managing and safeguarding biological information in Europe. It will secure public access to information about the building blocks of life, including genes, proteins and complex networks. This will support life science research and its translation to medicine and the environment, the bio-industries and society to deliver economic growth.“

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse findet am 14. Oktober 2011 ein Symposium zum Thema „Economy and Acceptance of Open Access Strategies“ statt.

Neuer Übersetzungsentwurf der Open Knowledge Definition zur Diskussion freigegeben

Die Open Knowledge Definition (OKD) definiert anhand von 11 Klauseln offenes Wissen (oder Open Knowledge). Verkürzt gesagt sind danach Wissensinhalte oder Daten offen, wenn jede Person sie frei (also ohne Restriktionen) nutzen, zu eigenen Zwecken weiterverwenden und ändern sowie weiterverteilen kann. Diese Kernaussagen der Open Definition, die letztlich eine Übertragung des Open-Source-Prinzips auf Wissensinhalte beabsichtigt, werden in den erwähnten 11 Klauseln ausgeführt und beschrieben. Während die englischsprachige Version der OKD in Version 1.1 [http://www.opendefinition.org/okd/] vorliegt, bezieht sich die derzeitige deutsche Übersetzung auf die OKD-Version 1.0. Aus diesem Grund wurde ein neuer Übersetzungsvorschlag gemacht, der unter der Adresse http://primarypad.com/openknowledgeuebersetzung veröffentlicht ist.

Die Verfasser des aktuellen Übersetzungsvorschlages, Christian Hauschke und Ulrich Herb, bitten alle Interessierten bis zum 21.08.2011 um eine Diskussion und Kommentierung der Ergebnisse, idealerweise im oben verlinkten Dokument. Dies gilt keinesfalls nur, aber insbesondere für die Formulierungen, bei denen sie im Dokument um Rückmeldungen bitten. Weiterhin werden alle Leser dieses Aufrufs darum gebeten, ihn weiter zu verbreiten.

Google Scholar – von der Suchmaschine zum Collaboratory?

Hat die Vernachlässigung von Google Scholar ein Ende? Nachdem Microsoft Academic Search bereits vor einigen Monaten begonnen hat, bibliometrische Indikatoren in seiner wissenschaftlichen Suchmaschine nachzuweisen, zieht Google jetzt nach.

Vor einigen Tagen kündigte Google den Start des Dienstes „Google Scholar Citations“ an. Nach Angaben des Konzerns ermöglicht der Dienst „a simple way for you to compute your citation metrics and track them over time.“

Aktuell befindet sich der Google Scholar Citations in einer geschlossenen Betaphase. Die Reaktionen auf den Start von Google Scholar Citations sind vielfältig. Während z.B. Joachim Michel das Ende des Social Science Citation Index (SSCI) prognostiziert, äußern sich andere Kommentatoren zurückhaltender. So z.B. Martin Fenner, dessen lesenswerter Blogpost hier empfohlen werden muss.

Während bei Datenbanken wie Scopus oder Web of Science die Datengrundlage für die Berechnung bibliometrischer Indikatoren (einigermaßen) nachvollziehbar ist, ist bei Google Scholar Citations und bei Microsoft Academic Search unklar, welche Quellen  (z.B. Repositorien) indexiert werden. So hat z.B., wie bereits geschrieben, Albert Einstein bei Google Scholar 663 Publikationen und einen h-Index von 79, bei Microsoft Academic Search hat der Nobelpreisträger 194 Publikationen und einen h-Index von 23.

Ich habe seit wenigen Stunden einen Google Scholar Citations Account. Bei der Registrierung fand Google automatisch 9 Publikationen, an denen ich beteiligt bin. Diese werden nun automatisch in meinem Profil nachgewiesen. Bisher habe ich darauf verzichtet, weitere Publikationen hinzuzufügen oder auch die nachgewiesenen Slides zu löschen um das Profil etwas aussagekräftiger zu gestalten. Ein Klick auf mein Profil zeigt eine weitere Herausforderung: die heterogene Metadatenqualität. Nach diesen wenigen Spielereien mit dem Dienst fällt auch mein bisheriges Fazit eher verhalten aus.

Betrachtet man Google Scholar Citations jedoch vor dem Hintergrund von Google Plus wird das Potenzial des Dienstes deutlich. Eine Integration von Google Scholar Citations in Google Plus wäre ein feine Sache! So könnten z.B. die wöchentlichen Projektmeetings über Google Hangout organisiert werden oder die Papers der Kolleginnen und Kollegen könnten „Stream“ diskutiert werden.

Dieses Szenario könnte bald an Bedeutung gewinnen. Wie diesen Monat bekannt wurde investiert Google in das Startup-Unternehmen Wingu.

Wingu ist eine „enterprise cloud computing company“, die unter dem Namen „Elements“ ein Software-Produkt betreibt, das Google Scholar von einer Suchmaschine zu einer „virtuellen Forschungsumgebung“ (Collaboratory) aufwerten könnte. Auszug aus der Beschreibung der Software:

„Wingu’s flagship product, Elements, is an extensible scientific data integration and collaboration platform that helps researchers easily design, capture, analyze, and manage their data, allowing them to concentrate on science rather than software. The modular framework allows for simple data organization and customization, while the cloud-based architecture enables global collaborations with distributed teams.“

Es bleibt spannend! BTW: Ist jemandem ein Repositorium bekannt, welches das „citations-gadget“ integriert hat?

EU-Konsultation zu Open Access und Langzeitarchivierung

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation zur Zugänglichkeit von Wissen und Information in Forschung und Lehre gestartet. Hintergrund ist die Absicht der Kommission bis Ende 2011 eine Mitteilung über die Themen Open Access und Langzeitarchivierung zu veröffentlichen. Diese Mitteilung soll u.a. auch Empfehlungen an die Mitgliedstaaten enthalten.

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärt in einer Pressemitteilung  dazu:

„Die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung sollten grundsätzlich so weit wie möglich verbreitet werden. Die weite Verbreitung von Wissen innerhalb des Europäischen Forschungsraums und darüber hinaus ist ein wesentlicher Motor für wissenschaftlichen Fortschritt und Innovationen und damit für Wachstum und Beschäftigung in Europa. Wir streben einen offenen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen an, damit wir alle in möglichst großem Ausmaß von Forschungsinvestitionen profitieren können – im Interesse des wissenschaftlichen Fortschritts, aber auch der Bildung, der Innovationen und anderer Formen der kreativen Weiterverwendung. Aus dem gleichen Grund müssen wir wissenschaftliche Aufzeichnungen für künftige Generationen bewahren.“

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Förderer sowie weitere Akteure sind aufgerufen ihre Vorschläge zur Verbesserung des Zugangs zu wissenschaftlicher Informationen einzureichen. Die Konsultation läuft bis zum 9. September 2011.

Bereits am Ende Mai fand in Brüssel eine Anhörung der Europäischen Kommission zum Thema „Scientific Information in Europe“ statt.