US-Förderoffensive im Bereich „Big Data“

Unter dem  Motto „Big Data Across the Federal Government“  hat die US-Regierung heute eine 200 Millionen US-Dollar schwere Förderoffensive im Bereich „Big Data“ angekündigt. In der Pressemitteilung (PDF) zum Start der Big-Data-Initiative beschreibt der Direktor des Büros für Wissenschaft und Technologie (OSTP) des Weißen Hauses John P. Holdren das Anliegen:

„In the same way that past Federal investments in information technology R&D led to dramatic advances in supercomputing and the creation of the Internet, the initiative we are launching today promises to transform our ability to use Big Data for scientific discovery, environmental and biomedical research, education, and national security”.

Im Rahmen der Initiative haben sich mehrere US-Behörden auf die  Förderung von datenintensiven Forschungsprojekten und deren  Infrastrukturen verständigt.

Teil der Initiative ist das Projekt 1000 Genomes der National Institutes of Health (NIH) bei dem Genomdatenvia Amazon Web Services (AWS) frei zugänglich gemacht werden. Auszug aus der Pressemitteilung der HIH:

“The data now being released in the cloud include results from sequencing the DNA of some 1,700 people; the remaining 900 samples will be sequenced in 2012 and that data will be released to researchers as soon as possible. The new results identify genetic variation occurring in less than 1 percent of the study populations and which may make important genetic contributions to common diseases, such as cancer or diabetes.”

Ein Fact Sheet (PDF) informiert über die Fördermaßnahmen der einzelnen US-Behörden. Interessant ist, dass die Förderung nicht nur auf Forschung und Informationsinfrastruktur (wie z.B. Forschungsdaten-Repositorien) fokussiert ist, sondern auch Rahmenbedingungen und Anreize aufgreift. So finden sich auch Projekte zu Themenfeldern wie „data citation“ und „data sharing“ im Portfolio der Förderoffensive.

Innovationspotenzial für die Volkswirtschaft

Zwei Beratungsunternehmen haben diese Woche Publikationen zu den Themenfelden Open Access und Forschungsdaten veröffentlicht.

Das McKinsey Global Institute (MGI) hat eine Studie zum Thema Big Data veröffentlicht, in der u.a. das Potenzial frei zugänglicher Forschungsdaten betont wird. Auszug:

„Making big data more accessible in a timely manner. In the public sector, making data more accessible across otherwise separated departments can sharply reduce search and processing time. In manufacturing, integrating data from R&D, engineering, and manufacturing units to enable concurrent engineering can cut time-to-market.“

Die Forschungsabteilung der Deutschen Bank befasst sich in der Studie „Die digitale Gesellschaft: Neue Wege zu mehr Transparenz, Beteiligung und Innovation“ (PDF) mit Open Access. Dort heißt es:

„Eine aktive Open Access-Politik kann Wissen effizienter und kostengünstiger verbreiten und sorgt somit für ein höheres Innovationspotenzial in der Volkswirtschaft.“

(via netzpolitik.org und CNI)