„Deutschland braucht eine nationale Digitalisierungsstrategie!“

Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) fordert eine nationale Digitalisierungsstrategie. In einem Thesenpapier (PDF), das die Entwicklung der „Deutschen Digitalen Bibliothek“ (DDB) begleiten soll, fordert der Verband „vom Bund zusätzliche Mittel von etwa 10 Millionen Euro jährlich für mindestens fünf Jahre, um mit entsprechenden Digitalisierungsprojekten relevante Inhalte in der DDB sichtbar machen zu können.“

Auszug aus der Pressemitteilung:

„Damit eine nationale Digitalisierungsstrategie wirklich erfolgreich sein kann, plädiert der Deutsche Bibliotheksverband für die konsequente Umsetzung einer abgestimmten nationalen Strategie. Ein wichtiger Aspekt dieser Strategie, so fordert der Bibliotheksverband, sollte die Einbeziehung der vielfältigen Digitalisierungsprojekte auch in kleineren Bibliotheken in das „Datenreservoir“ der nationalen digitalen Bibliothek sein. Dazu dbv-Vorstandsmitglied Dr. Frank Simon-Ritz: ‚Bibliotheken werden sich auf den Strukturwandel durch noch mehr Arbeitsteilung und Kooperationen einstellen. Die Unterhaltsträger, insbesondere die Länder, sollten die Digitalisierung durch einzelne Projekte, z.B. im Rahmen von Länderprogrammen für Digitalisierung und Bestandserhaltung, entschieden voranbringen. Bei der Massendigitalisierung halten wir es für sinnvoll, nach dem Beispiel des Kooperationsvertrages der Bayerischen Staatsbibliothek München, auch das Gespräch mit kommerziellen Partnern aufzunehmen.'“

Bereits im Januar hat sich der sogenannte „Ausschuss der Weisen“ vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung der Europeana zur Digitalisierung des kulturellen Erbes Europas geäußert. In dem Positionspapier „Die neue Renaissance“ (PDF) werden die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre Mittel für die Digitalisierung erheblich aufzustocken:

„Die Verantwortung für die Finanzierung der Digitalisierung liegt in erster Linie beim Staat und die Mitgliedstaaten werden ihre Investitionen in die Digitalisierung deutlich erhöhen müssen. Die gegenwärtige Finanzkrise kann zwar nicht ignoriert werden, kann aber genauso wenig ein Grund für Tatenlosigkeit sein.“

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