Publikationskosten für Closed-Access: Die verschwiegenen APCs

In der aktuellen Debatte über Vor- und Nachteile von APCs und der Transformation zu OA, wird häufig unterschlagen, dass in einigen Disziplinen bereits schon seit langer Zeit APCs in teils beachtlicher Höhe bezahlt werden. Dies haben aber NICHTS mit Open Access zu tun. Hier ein paar Beispiele aus der Praxis:

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Akademien positionieren sich zur wissenschaftlichen Publikationspraxis

Die Académie des sciences, die Leopoldina und die Royal Society haben gemeinsame Leitsätze (deutsch/englisch) für eine gute wissenschaftliche Publikationspraxis veröffentlicht. Eine Pressemitteilung der Leopoldina fasst diese zusammen: „Die Académie des sciences, die Leopoldina, und die Royal Society orientieren sich in ihren Leitsätzen für gute wissenschaftliche Publikationspraxis an vier Kriterien: wissenschaftliche Informationen sollen effizient und hochwertig verbreitet, Interessenkonflikte vermieden, die […]

BMBF verankert Open-Access-Richtlinie

In der im September veröffentlichten Open-Access-Strategie des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Forschungsministerium bereits angekündigt Open Access als „Grundprinzip“ in der eigenen Forschungsförderung zu verankern. Der genaue Wortlaut der Open-Access-Richtlinie wurde in der Strategie jedoch noch offen gehalten. In der jetzt im Bundesanzeiger vom 15.11.2016 veröffentlichten „Richtlinie zur Förderung der Maßnahme ‚Migration […]

Wer finanziert das DOAJ?

Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) ist eines der bekanntesten Open-Access-Instrumente. In nahezu jedem Open-Access-Kontext wird es eingesetzt. Anders als viele andere Tools, die in der Wissenschaftsinfrastruktur eingesetzt werden, steht es allen zur Nutzung offen und verlangt kein Geld dafür. Finanziert wird es über Einrichtungen, die jährliche Zuschüsse zum Betrieb zahlen. Hierbei könnte noch […]

Offenlegung von Open-Access-Publikationsgebühren in Deutschland

Die Geschäftsmodelle des Goldenen Weges des Open Access verlagern die Finanzierung: wissenschaftliche Einrichtungen und Fördererorganisationen (z. B. die DFG und die EU) stellen Mittel bereit, um Publikationen bereits bei der Veröffentlichung im Rahmen sogenannter Publikationsgebühren (auch Article-Processing Charges, APCs genannt) zu finanzieren. Dazu betreiben wissenschaftlichen Einrichtungen häufig sogenannte Open-Access-Publikationsfonds. Über diese wird der Umgang mit den Publikationsgebühren […]

EU-Kommission verankert Open Access in Europa

Nach mehreren Konsultationen, in denen massive Zugangsbarrieren zu wissenschaftlichen Informationen konstatiert wurden, hat die Europäische Kommission heute eine umfassende Verankerung von Open Access im Europäischen Forschungsraum (ERA) angekündigt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten die EU-Kommissarinnen Neelie Kroes (Digitale Agenda) und Maire Geoghegan-Quinn (Forschung, Innovation und Wissenschaft) ein Kommuniqué an das Europäische Parlament (PDF) und eine Empfehlung an […]

Internet-Enquete setzt auf Open Access

Die Projektgruppe „Bildung und Forschung“ der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ hat nach dreizehnmonatiger Arbeit Handlungsempfehlungen zu Bildung und Forschung im digitalen Zeitalter veröffentlicht (PDF). Neben Themen wie  „Lernen mit Social Media“, „Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht“ sowie „E-Books in der Bibliothek“ wird der offene Zugang zu wissenschaftlicher Information behandelt. Bund, Ländern und Wissenschaftsorganisationen wird […]

PeerJ: Open-Access-Publizieren für eine Pauschalgebühr von 99 US-Dollar

Während über 11300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Zusammenarbeit mit Elsevier kündigen (davon rund 700 aus Deutschland), die Fakultät für Mathematik der Technischen Universität München gar alle Elsevier-Zeitschriften  „[a]ufgrund unzumutbarer Kosten und Bezugsbedingungen“ abbestellt und die Universität Harvard das Motto „move prestige to open access“ vorgibt, startet mit PeerJ eine Open-Access-Publikationsplattform mit innovativem Geschäftsmodell. Für eine […]

eLife geht online: Open Access Journal wird von MPG, Wellcome Trust und Howard Hughes Medical Institute unterstützt

Im Juni 2011 vereinbarten die Max-Planck-Gesellschaft MPG, das Howard Hughes  Medical Institute (USA) und der Wellcome Trust (UK), gemeinsam die Herausgabe eines Open-Access-Journals mit dem Titel eLife aus dem Bereich der Biomedizin/Life Sciences zu unterstützen. Keyfeatures sollten laut damaliger Ankündigung neben offenem Zugang selbstredend strenge Qualitätssicherung sowie ein schneller, innovativer Veröffentlichungsprozess sein. Gestern erblickte elife nun unter dieser URL das Licht […]

Kurz: Krebsforscher wünschen Open Access; JISC-Report zu Publikationsgebühren; Start von ELIXIR; Buchmesse

Eingeleitet durch das Präfix „Kurz:“ werde ich in den kommenden Wochen versuchen aktuellen Meldungen rund um das wissenschaftliche Publizieren im Netz kurz und knapp zu dokumentieren. Im Rahmen des EU-Projektes Eurocancercoms wurde die Einstellung von Krebsforscherinnen und -forschern zu Open Access untersucht:  „The survey revealed that the internet is used by 94% of cancer researchers […]