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Digitale Wissenschaft 2010: Programm erschienen
Das Programm für die Tagung „Digitale Wissenschaft 2010″ ist online. Wir freuen uns auf eine spannende Konferenz und hoffen auf reges Interesse!
Eine kurze Auswertung der BibCamp³-Aktivität auf Twitter (#bib3)
In der letzten Monaten habe ich damit begonnen, mich an mein nächstes Forschungsvorhaben heranzupirschen: eine Untersuchung der Nutzung von Social Web-Tools (mit besonderem Fokus auf Blogs und Mikroblogs) durch Wissenschaftler. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Phase — vor allem sammle ich Daten und erarbeite die Methodik — aber einen sehr kleinen Ausblick kann ich jetzt schon bieten.
Ich habe für das BibCamp³ in Hannover (7.-8. Mai) einmal die Gelegenheit ergriffen, einige von mir entwickelte Twitter-Scripte für Konferenzen auszuprobieren. Eine sehr ähnliche (und noch etwas hübscher aufbereitete) Auswertung gibt es hier. Die „Ergebnisse“ sind bislang noch nicht besonders aufregend, aber ich wollte sie für die Teilnehmer und andere Interessenten trotzdem hier posten.
Datenbasis sind 1003 Tweets (beginnend mehrere Wochen vor dem Camp bis gestern) von 114 verschiedenen Personen, von denen vermutlich nicht alle körperlich anwesend waren (identifiziert über das Hashtag #bib3). Insgesamt gab es circa 120 physische Teilnehmer, soweit ich weiß. Twapperkeeper hat etwas mehr Datensätze (1067 Tweets) allerdings sehen die Ergebnisse relativ ähnlich aus. Die unten aufgeführten Charts geben weniger Themen und Diskussionslinien wider, als vielmehr eine Serie von Statistiken, aber ich hoffe sie sind trotzdem interessant.
Tweets über den Untersuchungszeitrum
Die X-Achse zeigt den Zeitpunkt im Stundenintervall, die Y-Achse die Anzahl der Tweets. Vor Beginn des Camps ist der Graph insofern lückenhaft, als dass er nicht alle Zeiträume der Inaktivität anzeigt.
Die Konferenztage sind klar zu erkennen. „Höhepunkt“ ist die Mittagszeit des ersten Tages (7.5.) mit 104 Tweets in einer Stunde. Beim Abfall in der Mitte beider Tage dürfte es sich um die Mittagspause handeln.
Ich bin leider nicht hundertprozentig sicher, ob die angebenen Zeiten CET +/- 0 oder möglicherweise CET – 1 sind, d.h. möglichweise ist 12:00 tatsächlich 13:00 Uhr Ortszeit. Auch sind alle Zeit abgerundet, d.h. 13:01 und 13:58 = 13:00 Uhr.
Aktivste Twitterer
Die X-Achse zeigt in dieser Darstellung die Namen der User sofern angegeben (nicht den @-Usernamen), die Y-Achse wieder die Anzahl der Tweets (Maxium: 63). Da der Graph nur die Top 50 von 114 darstellt, ergibt sich eine ziemlich eindeutige „Long Tail“-Distribution, wenn man sich den Verlauf nach rechts weiterdenkt (auch schön zu sehen bei Summarizr). Eine relativ kleine Spitzengruppe (@bsu_news, @NGC6544 und @MedioMartin) vereint eine hohe Zahl von Tweets auf sich, dann fällt es deutlich ab. Der Mittelwert liegt bei 8,8 Tweets.
Beliebte Begriffe
Auf der X-Achse sieht man die frequentesten Begriffe, auf der Y-Achse deren Frequenz (Maximum: 62). Hier sieht man ein wenig mehr als bei Summarizr, weil ich bis auf wenige Ausnahmen nur Nomen gezählt, wenig aussagekräftige Wörter wie „der“, „die“, „jetzt“, usw also weggelassen habe. Überrascht hat mich hier eigentlich nur die Frequenz des Begriffs „Scheitern“ (und Varianten davon) mit ingesamt 15 Nennungen. Sind Bibliothekare vielleicht doch ein etwas skeptisches Völkchen? Die Statistik sagt natürlich nichts zum größeren Zusammenhang…
Empfänger von @-Messages
Hier misst Summarizr „Gespräche“ zwischen bestimmten Benutzern, mein Chart listet hingegen einfach die Anzahl der @-Nachrichten an die Benutzer (X-Achse: Username, Y-Achse: @-Messages, bei einem Maximum von 59). Das Ergebniss ist interessant (sofern sich da kein Fehler eingeschlichen hat): auf Anne Christensen (@xenzen) entfallen fast doppelt so viele @-Messages, wie auf Platz 2 (@bibcamp mit 31 @s; der Mittelwert liegt bei 5 @s). Man muss berücksichtigen, dass bei manchen @-Nachrichten möglicherweise das #bib3-Hashtag nicht benutzt wurde, wodurch sie aus dem Datensatz herausfallen, aber andere Fehlerquellen fallen mir eigentlich nicht ein.
Ganz allgemein sollte man im Kopf behalten, dass nicht alle @s auch etwas mit „Konversation“ zu tun haben, sondern auch RTs und andere Verweise einschließen. Trotzdem ist es zumindest auf den ersten Blick spannend, wie wenig die Anzahl der Tweets mit der Anzahl der Erwähnungen korreliert. Auch hier wieder ein (very) Long Tail: 94 Benutzer werden mindestens einmal erwähnt, also fast alle Twitter-Teilnehmer.
Empfänger von RTs
Wieder zeigt die X-Achse die Benutzernamen, die Y-Achse die Anzahl der RTs. Wieder liegt Anne Christense vorne, wobei man bedenken muss, dass die oben gezeigten @-Messages bereits die RTs enthalten (ein Chart mit beiden Frequenzen wäre sinnvoll gewesen, aber mir fehlte die Zeit). Das Maximum liegt bei 17, der Mittelwert bei 3,1 (152 RTs an 49 Nutzer).
So, die Zahlenschlacht war hoffentlich nicht allzu ermüdend. Wie gesagt, ich werde in der Zukunft noch wesentlich mehr mit solchen Daten anfangen und natürlich auch eine qualitative Untersuchung anschließen.
Den BibCamp-Twitterern sei gesagt: ihr wart sehr fleißig, weiter so — und beim nächsten Mal bin ich hoffentlich dabei!
Call for Papers: Digitale Wissenschaft 2010
Ich melde mich mal wieder mit einem Beitrag in eigener Sache, auch wenn es hoffentlich unter den Wisspub-Lesern zahlreiche Interessenten an dieser Veranstaltung geben wird. Auch für jede Weiterverbreitung dieses Calls sind wir sehr dankbar!
Am 20. und 21. September veranstaltet das hbz NRW in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) und dem Zentrum für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität Gießen die Tagung Digitale Wissenschaft 2010 (Tagungs-Website, Call als PDF). Aus dem Call:
Der Aufruf zur Teilnahme durch Forschungsbeiträge richtet sich unter anderem an:
- Wissenschaftler aller Fachrichtungen, (um die Entwicklung und den Bedarf ihrer Disziplin zu schildern)
- Wissenschaftsforscher (Wissenschaftssoziologen und -historiker, Kulturwissenschaftler)
- Bibliotheks- und Informationswissenschaftler
- Unterstützer des wissenschaftlichen Forschungs- und Kommunikationsprozesses an Bibliotheken, Forschungsinstituten und Fördereinrichtungen
Der Fokus der Veranstaltung und geplanten Publikation richtet sich dabei unter anderem auf folgende Bereiche:
- Elektronisches Publizieren
- Open Access / Open Data
- Digitalisierung
- Langzeitarchivierung
- Linked Data und Semantic Web
- Kultur- und kommunikationswissenschaftliche und medientheoretische Grundlagen digitaler Wissenschaft
- Methoden, Werkzeuge und Infrastrukturen in verschiedenen Wissenschaftsbereichen und Disziplinen (eScience / eSocial Science / eHumanities)
Gewünscht sind u.a Beiträge in folgenden Formaten:
- Überblicksartikel zur einzelnen Fachdisziplinen und Teilaspekten des Themenkomplexes “Digitale Wissenschaft”
- Theoretische Studien über kultur-, kommunikations- und informationswissenschaftliche Grundlagen digitaler Wissenschaft
- Fallstudien/case studies zum Einsatz integrierter Foschungsumgebungen in konkreten Fachkontexten (z.B. ArcheoInf, WALS, HapMap, Pangaea, WormBase, TextGrid)
- Empirische Untersuchungen zur Nutzung und Akzeptanz digitaler Recherche-, Kommunikations- und Publikationstechniken
Alle Details finden sich wie erwähnt auch auf der Website.
Wichtige Termine
- 15.6.2010 Eingang der Abstracts (400 Wörter)
- 1.7.2010 Benachrichtigung der Annahme
- 20./21.09.2010 Konferenz
- 15.10.2010 Erweiterte Abstracts (1.500 – 2.000 Wörter)
- Dezember 2010 Publikation
Im Anschluss an die Konferenz werden zentrale Ergebnisse in Form von Extended Abstracts (1.500 – 2.000 Wörter) gemeinsam mit einigen zentralen Langartikeln in einem hybriden Band (elektronisch + print) publiziert werden.
Wissenschaftliche Kommunikation im Wandel — mal mehr, mal weniger
Im Chronicle of Higher Education gibt es einen interessanten Beitrag zu den Arbeitsgewohnheiten von Wissenschaftlern, basierend auf einer neuen Untersuchung von Ithaka. 3.025 Forscher an amerikanischen Hochschulen wurden zu ihren Recherche- und Publikationsgewohnheiten befragt — mit unterschiedlichen Ergebnissen (Auszüge):
Recherche jenseits der Bibliothek
The first section, „Discovery and the Evolving Role of the Library,“ confirms what many librarians already know: Faculty members do not use the library as a gateway to information nearly as much as they used to.
„One of the really thought-provoking questions that comes out of this study is whether libraries should continue to invest in locally customized discovery tools or whether those investments are not likely to yield value.“
E-Journals ersetzen zunehmend Print
The embrace of digital journals has become so widespread that print editions of current issues „are rapidly becoming a thing of the past“ for many scholars, the survey found. Sixty percent of humanists and more than 80 percent of scientists said they would be fine with having their libraries provide only electronic copies of the latest issues of journals.
Electronic books, however, have not yet conquered faculty hearts and habits the way e-journals have. „Despite the arrival of devices like the Amazon Kindle—and about 10 percent of respondents indicated that they owned an e-book device like the Kindle—e-books have remained marginal to scholars,“ the survey found.
Impact wichtiger als Open Access
„Despite several years of sustained efforts by publishers, scholarly societies, libraries, faculty members, and others to reform various aspects of the scholarly communications system, a fundamentally conservative set of faculty attitudes continues to impede systematic change,“ the report concludes
For instance, about 85 percent of respondents called it „very important“ that a journal they publish in is widely read by colleagues in their field. Only 40 percent said it was very important that the journal provide free online access to its contents.
Berlin Verlag startet Open Access-Plattform Berlin Academic für Geistes- und Sozialwissenschaftler
Via Dörte Böhner (deren sehr informatives Twitter-Feed ich übrigens jedem wärmstens ans Herz lege) erreichte mich heute eine interessante Nachricht: der Berlin Verlag startet einen hybriden Fachverlag für die Geistes- und Sozialwissenschaften mit dem klangvollen Namen Berlin Academic.
Der Übersichtlichkeit halber zitiere ich hier umfassend aus der entsprechenden Meldung:
Auf einer neu errichteten Online-Plattform veröffentlicht Berlin Academic sein Programm nach Open-Access-Prinzipien und unter Creative-Commons-Lizenzen. Gleichzeitig werden sämtliche Titel über Print on Demand sowie in verschiedenen E-Book-Formaten vertrieben.
Berlin Academic veröffentlicht auf Deutsch und Englisch. Thematische Schwerpunkte sind geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen, insbesondere Zeitgeschichte (Holocaust- und Totalitarismusforschung), Soziologie (Migration, Urbanistik, Arbeitswelten), Politikwissenschaften (Globalisierung, Global Governance), Philosophie (speziell im Spannungsfeld mit Natur- und Neurowissenschaften) sowie Kulturwissenschaften und Linguistik.
Die Berlin Academic Plattform will darüber hinaus wissenschaftlichen Institutionen und Universitäten die Möglichkeit bieten, eigene Schriften und Schriftenreihen zu veröffentlichen. Der Start einer Beta-Version der Plattform mit anschließender Testphase ist für den Sommer 2010 geplant.
So weit, so interessant, denn während es ja auch in Deutschland schon OA-Verlagsangebote gibt, wäre mir ein solches Konzept speziell für die genannten Wissenschaftsbereiche neu, was im Ausland anders ist. Bereits den Anspruch von Open Academic, einen OA-Verlag in den Buchwissenschaften zu etablieren, mag man als Beleg dafür interpretieren, dass nicht alle Verleger den Kopf in den digitalen Sand stecken.
In einem kurzen Interview erläutert Verlegerin Elisabeth Ruge den Schritt:
…mit Berlin Academic wollen wir die neuen Möglichkeiten nutzen, die der Medienwandel für das Verlagsgeschäft bietet. Gerade im wissenschaftlichen Bereich können wir mittels der digitalen Publikationsplattform den Autoren zu einer größeren Sichtbarkeit und Verbreitung ihrer Werke verhelfen. Dabei glauben wir, dass Open Access das traditionelle Verlagsmodell weder ersetzt noch gefährdet – es aber im besten Fall ergänzen kann.
Es wird sich inzwischen herumgesprochen haben, dass Open Access für Wissenschaftler eine attraktive Möglichkeit zur erweiterten Verbreitung der eigenen Forschung ist. Dass allerdings neben öffentlichen Angeboten auch immer mehr kommerzielle Verlage — und eben nicht nur große, sondern auch kleine und mittelständische Häuser — in Open Access eine Chance sehen, stimmt hoffnungsvoll.
Gerade im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften ist das Buch nach wie vor die wichtigste Publikationsform. Open Access ist dagegen lange Zeit in erster Linie auf Zeitschriftenartikel beschränkt gewesen. Mit Berlin Academic wollen wir nun auch Bücher unter Open-Access-Kriterien online zugänglich machen. Das Buch ist aber keineswegs gefährdet. Im Gegenteil: Wichtige Backlist-Titel des Berlin Verlags, von Isaiah Berlin bis Anthony Grafton, erhalten ein neues Leben
…als mittelgroßer Verlag sind wir flexibler als andere und können daher mutiger experimentieren. Wir haben in den letzten Monaten Zeit und Geld in den Aufbau unser digitalen Plattform investiert, um den zukünftigen verlegerischen Herausforderungen zu begegnen. Dies ist ein spannender Prozess, von dem wir uns auch Anstöße für die traditionellen Verlagsbereiche erhoffen.
Das Buch, auch das vom lokalen Fachverlag publizierte, ist nicht gefährdet, sondern erhält „ein neues Leben“, und wissenschaftliches Publizieren in den Geistes- und Sozialwissenschaften bringt „Anstöße für traditionelle Verlagsbereiche“. Sagt eine Verlegerin.
Womöglich ist in der Hauptstadt der Geist der Berliner Erklärung irgendwie ins Trinkwasser übergegangen, jedenfalls sucht man in Frau Ruges Aussage die Jeremiade auf den Untergang unserer abendländischen Kultur vergeblich.
Wer weiß, vielleicht sprechen sich diese Erkenntnisse irgendwann in der Republik herum.
Vielleicht sogar bis in die hintersten Winkel — etwa nach Heidelberg.
Survival of the newest? Sind wissenschaftliche Mailinglists vom Aussterben bedroht?
Einen interessanten Beitrag zu diesem Thema hat Anita Bader vom Forschungsverbund Interactive Science gebloggt. Sie geht darin der Frage nach, ob neue Dienste wie Sciencefeed die altehrwürdige Mailinglist bald ablösen könnten:
Was geschieht denn eigentlich wenn zwei oder mehrere Formate Ähnliches zu leisten versuchen? Welche Auswirkungen haben solche Konkurrenzfälle auf die „älteren” Formaten, die bisher für diese Zwecke genutzt wurden? Werden sie einfach von den neueren und innovativeren Formaten abgelöst und sterben aus?
Einen ganz so simplen „Verdrängungswettbewerb“ zwischen unterschiedlichen Formaten erkennt Bader aber nicht. Tatsächlich ändern sich die Funktionen, die unterschiedliche Formate übernehmen:
Beispiele, bei denen wir einen Nutzungsrückgang beobachten können, der möglicherweise auf das Hinzutreten eines neuen Formats zurückzuführen ist, gibt es zweifellos. Trotzdem – ganz so einfach wie in Kellys Hypothese scheint es bei genauerer Betrachtung doch nicht zu sein. Denn es gibt durchaus auch Beispiele, in denen die Malinglists alles andere als auszusterben scheinen. Stattdessen können wir dort andere interessante Entwicklungen beobachten.
Als Beispiel zieht Bader den in der Sprachwissenschaft sehr populären Dienst LINGUIST List heran, bei dem sich ein Wandel vom Diskussionsforum zu einer Art wissenschaftlichen Nachrichtendienst vollzogen hat:
Anstelle von Diskussionsbeiträgen werden jetzt fast nur Beiträge mit Service-Charakter über die Liste verschickt, also Stellenausschreibungen, Tagungsankündigungen, Call for Papers, Rezensionen und Ähnliches. Es hat sich also in diesem Fall ein Funktionswandel vollzogen: Die Liste hat sich von einer Diskussions- und Serviceliste zur fast reinen Serviceliste entwickelt. (Im Gegensatz dazu gibt es aber auch durchaus noch Listen, in denen sehr lebhafte Diskussionen geführt werden und über die dagegen nur ganz selten Service-Beiträge verschickt werden, wie z.B. die Luhmann-Liste, Shakesper oder die Argthry-List.)
Interessant an dieser Formalisierungstendenz (von „offenen“ Diskussionen und spontanen Beiträgen hin zu Meldungen mit einer zumeist relativ starren Form) finde ich die Tatsache, dass sich eine ähnliche Entwicklung ja auch bei wissenschaftlichen Journals vollzogen hat. Die frühen Beiträge in den Proceedings der Royal Society hatten eher den Charakter von persönlichen Briefen und wurden erst mit der Zeit immer stärker formalisiert, bis hin zum modernen scientific paper.
Twitter, Wikipedia und ihr Potential für die Wissenschaft
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, auf die unten genannten Veröffentlichungen einmal genauer einzugehen, dummerweise fehlt mir im Endsemesterstress momentan jedoch einfach die Zeit. Aber der interessierte Leser kann sich dank Open Access selbst ein Bild machen: Michael Nentwich, Renê König und Axel Kittenberger (Institut für Technikfolgenabschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), Jana Herwig (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien) und Jan Schmirmund (Zentrum für Medien und Interaktivität, Universität Gießen) haben Wikipedia und Twitter im Hinblick auf ihr Potential für den Einsatz in wissenschaftlichen Kontexten untersucht und dabei viel Spannendes herausgefunden.
Wissenschaft in Wikipedia und anderen Wikimedia-Projekten. Steckbrief 2 im Rahmen des Projekts Interactive Science ITA-Reports. Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA). Wien, ITA (2009) <http://epub.oeaw.ac.at/ita/ita-projektberichte/d2-2a52-2.pdf> [M. Nentwich, R. König].
Microblogging und die Wissenschaft. Das Beispiel Twitter. Steckbrief 4 im Rahmen des Projekts Interactive Science ITA-Reports. Institut für Technikfolgen-Abschätzung. Wien, ITA: 56 (2009) <http://epub.oeaw.ac.at/ita/ita-projektberichte/d2-2a52-4.pdf> [M. Nentwich, J. Herwig, A. Kittenberger, J. Schmirmund ].
Erste Meinungen zu Google Wave als Wissenschaftstool
SciFoo-Teilnehmer Martin Fenner hat in seinem Blog einen interessanten Beitrag zu Google Wave als Werkzeug in der Wissenschaftskommunikation, sowie Links zu Beiträgen anderer Wissenschaftler. Wir bleiben gespannt auf Wave und schreiben uns SciFoo 2010 schon einmal groß in den Terminkalender.
Neues von ARL zum Thema „Digital Scholarship“
Die Association of Research Libraries (ARL) hat in der aktuellen Ausgabe ihres Mitgliedsjournals Research Library Issues zwei interessante und lesenswerte Beiträge zu den Themen Digital Scholarship und New Genres of Scholarship.
Forschungsverbund Interactive Science
Auch in einer digitalen Welt fühlt man sich als netzaffiner Wissenschaftler bisweilen wie mit Scheuklappen bestückt. So zum Beispiel heute morgen, als mir Christina Weyher, Projektmanagerin beim MPG-Publikationsportal Living Reviews, einen Hinweis auf den Forschungsverbund Interactive Science per Mail schickte. Die in den einzelnen Teilprojekten untersuchten Aspekte digitaler Kommunikation unter Wissenschaftlern haben klare Bezugspunkte zu Fragen, mit denen ich mich in der letzten Zeit auch ausgiebig beschäftigt habe. Vielleicht bietet sich ja in Zukunft einmal die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch, etwa am 24 Juni in Köln?







