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	<title>Kommentare zu: Digitale Geisteswissenschaften in Deutschland?</title>
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	<description>Gemeinschaftsblog zu wissenschaftlicher Kommunikation im Netz.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 12 Jul 2010 17:36:52 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: digiversity.net online : digiversity &#8212; Webmagazin für Informationstechnologie in den Geisteswissenschaften</title>
		<link>http://wisspub.net/2009/04/08/digitale-geisteswissenschaften-in-deutschland/#comment-80</link>
		<dc:creator>digiversity.net online : digiversity &#8212; Webmagazin für Informationstechnologie in den Geisteswissenschaften</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 11:33:48 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Inschriften Mittelrhein-Hunsrück, Regesta Imperii und regionalgeschichte.net. im Bereich der &#8220;Digitalen Geisteswissenschaften&#8221; einen Namen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Inschriften Mittelrhein-Hunsrück, Regesta Imperii und regionalgeschichte.net. im Bereich der &#8220;Digitalen Geisteswissenschaften&#8221; einen Namen [...]</p>
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		<title>Von: Neue Open-Access-Blogs &#187; Infobib</title>
		<link>http://wisspub.net/2009/04/08/digitale-geisteswissenschaften-in-deutschland/#comment-36</link>
		<dc:creator>Neue Open-Access-Blogs &#187; Infobib</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 12:21:19 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Das Autoren-Team ist bunt gemischt. Geschrieben wurde bislang über die Open-Access-Week 2009, digitale Geisteswissenschaften in Deutschland oder (aktuell) über deutschsprachige [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Das Autoren-Team ist bunt gemischt. Geschrieben wurde bislang über die Open-Access-Week 2009, digitale Geisteswissenschaften in Deutschland oder (aktuell) über deutschsprachige [...]</p>
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		<title>Von: Fotis Jannidis</title>
		<link>http://wisspub.net/2009/04/08/digitale-geisteswissenschaften-in-deutschland/#comment-7</link>
		<dc:creator>Fotis Jannidis</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 20:30:52 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr Puschmann, danke für die Erläuterungen. Mir ging es vor allem darum, der Aussage zu widersprechen, &quot;dass ein bestimmter Wissenschaftstrend von drüben nicht so recht Fuß bei uns fassen will&quot;. Meines Erachtens kann man ganz gut zeigen, dass deutsche Wissenschaftler seit den Anfängen dessen, was heute Digital Humanities genannt wird, mitgearbeitet haben. Wo Sie einen Mangel in der Sache sehen, sehe ich einen Mangel im Begriff: Der neue &#039;umbrella term&#039;, wie Sie &#039;DH&#039; glücklich genannt haben, ist eben in Deutschland noch nicht so weit verbreitet wie in den angelsächsischen Ländern. Aber auch dort ist er vergleichsweise neu. Früher hat man das &#039;Humanities Computing&#039; oder &#039;literary and linguistic computing&#039; genannt, wie man auch den Namen der beiden Fachorganisationen ALLC und ACH unschwer ablesen kann. Aber auch der Begriff verbreitet sich zunehmend in Deutschland; in diesen Monaten entstehen an zwei Standorten Zentren, die Digital Humanities in ihrem Namen führen. Das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften, das unlängst seinen 10. Geburtstag gefeiert hat, ist in allem außer dem unglücklichen Namen ein Center for Digital Humanities. Stellt sich noch die Frage, ob die DH in den angelsächsischen Ländern eine andere Rolle spielen als bei uns, d.h. ob sie vom mainstream das Faches in stärkerem Maße akzeptiert werden. Das kann ich nicht wirklich beurteilen, weil mir repräsentative Daten fehlen, habe aber aus den Gesprächen mit den Kollegen in GB u. den USA den Eindruck gewonnen, dass die Situation nicht grundsätzlich anders ist. 

Zuletzt: Ankreiden will ich Ihnen gar nichts, vielmehr freut es mich, Ihren Blog zu lesen - Widerspruch gehört ja nun einmal zu den natürlichen Reflexen unserer Zunft. Aber es ist doch erfreulich, dass die von ihnen mit einem leicht utopischen Unterton genannten Institutionen schon Wirklichkeit sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Puschmann, danke für die Erläuterungen. Mir ging es vor allem darum, der Aussage zu widersprechen, &#8222;dass ein bestimmter Wissenschaftstrend von drüben nicht so recht Fuß bei uns fassen will&#8220;. Meines Erachtens kann man ganz gut zeigen, dass deutsche Wissenschaftler seit den Anfängen dessen, was heute Digital Humanities genannt wird, mitgearbeitet haben. Wo Sie einen Mangel in der Sache sehen, sehe ich einen Mangel im Begriff: Der neue &#8216;umbrella term&#8217;, wie Sie &#8216;DH&#8217; glücklich genannt haben, ist eben in Deutschland noch nicht so weit verbreitet wie in den angelsächsischen Ländern. Aber auch dort ist er vergleichsweise neu. Früher hat man das &#8216;Humanities Computing&#8217; oder &#8216;literary and linguistic computing&#8217; genannt, wie man auch den Namen der beiden Fachorganisationen ALLC und ACH unschwer ablesen kann. Aber auch der Begriff verbreitet sich zunehmend in Deutschland; in diesen Monaten entstehen an zwei Standorten Zentren, die Digital Humanities in ihrem Namen führen. Das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften, das unlängst seinen 10. Geburtstag gefeiert hat, ist in allem außer dem unglücklichen Namen ein Center for Digital Humanities. Stellt sich noch die Frage, ob die DH in den angelsächsischen Ländern eine andere Rolle spielen als bei uns, d.h. ob sie vom mainstream das Faches in stärkerem Maße akzeptiert werden. Das kann ich nicht wirklich beurteilen, weil mir repräsentative Daten fehlen, habe aber aus den Gesprächen mit den Kollegen in GB u. den USA den Eindruck gewonnen, dass die Situation nicht grundsätzlich anders ist. </p>
<p>Zuletzt: Ankreiden will ich Ihnen gar nichts, vielmehr freut es mich, Ihren Blog zu lesen &#8211; Widerspruch gehört ja nun einmal zu den natürlichen Reflexen unserer Zunft. Aber es ist doch erfreulich, dass die von ihnen mit einem leicht utopischen Unterton genannten Institutionen schon Wirklichkeit sind.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Cornelius Puschmann</title>
		<link>http://wisspub.net/2009/04/08/digitale-geisteswissenschaften-in-deutschland/#comment-6</link>
		<dc:creator>Cornelius Puschmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 14:21:22 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Jannidis,

vielen Dank für Ihre ausführlichen und sehr informativen Anmerkungen, auf die ich auch in meinem Beitrag selbst hinweisen werde. Ich stimme Ihnen voll und ganz darin zu, dass eine differenzierte Betrachtung des Themas wichtig ist, und das mein Beitrag dies im Hinblick auf einen forschungsqualitativen Vergleich USA - Deutschland sicherlich nicht leistet. Es war aber keinesfalls meine Absicht, die Leistungen deutscher Wissenschaftler in den Hintergrund treten zu lassen, oder einen solchen Vergleich überhaupt objektiv anzustellen, sondern es ging mir im Gegenteil vor allem um die Sichtbarkeit des Themas und darum, diese zu erhöhen. Wie Sie selbst feststellen, gibt es in den USA und England (noch) vergleichsweise mehr Forscher und mehr finanzielle Unterstützung für Vorhaben im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften als hierzulande, was in meinen Augen aber eben gerade nichts mit Qualität, sondern mit Sichtbarkeit und &quot;Vermarktung&quot; zu tun hat. Dadurch, dass man Projekte wie die von Ihnen aufgezählten Vorhaben verlinkt und kommuniziert, lässt sich das Thema einem breiteren Publikum präsentieren, zu dem ja, wie der Kommentar von Brett Bobley belegt, auch durchaus die Forschungsförderungseinrichtungen gehören. Sicherlich geschieht dies auch bereits an anderer Stelle, aber wie &lt;a href=&quot;http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=Digitale+Geisteswissenschaften&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;die Positionierung dieses Beitrags bei Google&lt;/a&gt; in meinen Augen belegt, in einem noch nicht ausreichenden Maß.

Was des weiteren meine - zugegeben unpräzise - Beschreibung der Computerphilologie angeht, so geht es mir vor allem darum, dass sich diese nach meinem Verständnis als Spezialbereich innerhalb der Philologie versteht (oder, falls nicht, sich jedenfalls so präsentiert), was ich von der in meinen Augen &quot;breiteren&quot; Präsentation der &lt;i&gt;Digital Humanities&lt;/i&gt; als Bewegung abgrenzen würde. Mit Websites wie &lt;a href=&quot;http://www.digitalhumanities.org/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;digitalhumanities.org&lt;/a&gt; wird der Eindruck eines Programms erzeugt, welches ich so in Deutschland bisher noch nicht erkennen kann. Dies mag daran liegen, dass ich nicht genau genug hinschaue (was wiederum ein Argument für mehr Vermarktung wäre), oder daran, dass lediglich das Etikett noch fehlt. Darin, dass im Google-Zeitalter allein die Etablierung eines Begriffs bereits ein wichtiger Schritt ist, werden Sie mir sicherlich zustimmen.

Last but not least: &quot;Infrastruktur&quot; hat für mich persönlich keinesfalls eine negative Konnotation – im Gegenteil, auch in &lt;a href=&quot;http://cornelius.ynada.com/CV.html#pubs&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;meiner Forschung&lt;/a&gt; habe ich mir schon des öfteren Werkzeuge zur Korpusannotation und -auswertung gewünscht, idealerweise solche mit GUI und komfortabler Bedienung (&lt;a href=&quot;http://www.niederlandistik.fu-berlin.de/textstat/software-en.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;TextSTAT&lt;/a&gt; ist da ein kleiner aber nützlicher Beitrag, TextGrid ein großer und entscheidender Schritt). Und auch, dass &lt;i&gt;cyberinfrastructrure&lt;/i&gt; ein verbreiteter Terminus im englischen Sprachraum ist, ist mir klar. Was ich für problematisch halte, ist lediglich die Assoziation mit a) quasi-industriellen Arbeitsprozessen und b) naturwissenschaftlichen Methoden, die nach meinem Eindruck vielen &#039;nicht-digitalen&#039; Geisteswissenschaftlern missfallen könnten. Möglicherweise bin ich da zu pessimistisch, aber es sollte meines Erachtens nicht der Eindruck entstehen, es ginge bei DH um eine Dogmatisierung der Methodik oder um den Import &quot;besserer&quot; Methoden aus den Naturwissenschaften, sondern einfach um eine pragmatische Erweiterung der Methodenpalette. Die zitierte Beschreibung von der DARIAH-Homepage könnte meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang – unfreiwillig – einen falschen Eindruck entstehen lassen.

Es ließe sich noch weitaus mehr schreiben, aber ich will nicht den Rahmen des Kommentars sprengen – festhalten möchte ich, dass es mir um die Präsentation eines noch (zu) wenig sichtbaren, innovativen Wissenschaftsbereichs ging. Als Anglist bin ich mit der angelsächsisches Forschungslandschaft vielleicht auch einfach vertrauter, als mit der in Deutschland – umso besser, dass Ihre Hinweise die Lücken geschlossen haben! Mein Beitrag sollte keinesfalls das letzte Wort sein, sondern Bewegung erzeugen – darum ja die Veröffentlichung in einem Blog, wo eine Diskussion entstehen kann.

Was auch ein Stichwort ist: ein deutschsprachiges Blog zu diesem Thema würde sicherlich schnell eine große und interessierte Leserschaft gewinnen.

(Noch eine Schlussanmerkung: als &lt;a href=&quot;http://www.jannidis.de/person.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Inhaber&lt;/a&gt; des neuen Würzburger Lehrstuhls für Computerphilologie wissen Sie über dessen Ausschreibung natürlich besser Bescheid als ich. Aber das können Sie mir kaum ankreiden, denke ich.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Jannidis,</p>
<p>vielen Dank für Ihre ausführlichen und sehr informativen Anmerkungen, auf die ich auch in meinem Beitrag selbst hinweisen werde. Ich stimme Ihnen voll und ganz darin zu, dass eine differenzierte Betrachtung des Themas wichtig ist, und das mein Beitrag dies im Hinblick auf einen forschungsqualitativen Vergleich USA &#8211; Deutschland sicherlich nicht leistet. Es war aber keinesfalls meine Absicht, die Leistungen deutscher Wissenschaftler in den Hintergrund treten zu lassen, oder einen solchen Vergleich überhaupt objektiv anzustellen, sondern es ging mir im Gegenteil vor allem um die Sichtbarkeit des Themas und darum, diese zu erhöhen. Wie Sie selbst feststellen, gibt es in den USA und England (noch) vergleichsweise mehr Forscher und mehr finanzielle Unterstützung für Vorhaben im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften als hierzulande, was in meinen Augen aber eben gerade nichts mit Qualität, sondern mit Sichtbarkeit und &#8222;Vermarktung&#8220; zu tun hat. Dadurch, dass man Projekte wie die von Ihnen aufgezählten Vorhaben verlinkt und kommuniziert, lässt sich das Thema einem breiteren Publikum präsentieren, zu dem ja, wie der Kommentar von Brett Bobley belegt, auch durchaus die Forschungsförderungseinrichtungen gehören. Sicherlich geschieht dies auch bereits an anderer Stelle, aber wie <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=Digitale+Geisteswissenschaften" rel="nofollow">die Positionierung dieses Beitrags bei Google</a> in meinen Augen belegt, in einem noch nicht ausreichenden Maß.</p>
<p>Was des weiteren meine &#8211; zugegeben unpräzise &#8211; Beschreibung der Computerphilologie angeht, so geht es mir vor allem darum, dass sich diese nach meinem Verständnis als Spezialbereich innerhalb der Philologie versteht (oder, falls nicht, sich jedenfalls so präsentiert), was ich von der in meinen Augen &#8222;breiteren&#8220; Präsentation der <i>Digital Humanities</i> als Bewegung abgrenzen würde. Mit Websites wie <a href="http://www.digitalhumanities.org/" rel="nofollow">digitalhumanities.org</a> wird der Eindruck eines Programms erzeugt, welches ich so in Deutschland bisher noch nicht erkennen kann. Dies mag daran liegen, dass ich nicht genau genug hinschaue (was wiederum ein Argument für mehr Vermarktung wäre), oder daran, dass lediglich das Etikett noch fehlt. Darin, dass im Google-Zeitalter allein die Etablierung eines Begriffs bereits ein wichtiger Schritt ist, werden Sie mir sicherlich zustimmen.</p>
<p>Last but not least: &#8222;Infrastruktur&#8220; hat für mich persönlich keinesfalls eine negative Konnotation – im Gegenteil, auch in <a href="http://cornelius.ynada.com/CV.html#pubs" rel="nofollow">meiner Forschung</a> habe ich mir schon des öfteren Werkzeuge zur Korpusannotation und -auswertung gewünscht, idealerweise solche mit GUI und komfortabler Bedienung (<a href="http://www.niederlandistik.fu-berlin.de/textstat/software-en.html" rel="nofollow">TextSTAT</a> ist da ein kleiner aber nützlicher Beitrag, TextGrid ein großer und entscheidender Schritt). Und auch, dass <i>cyberinfrastructrure</i> ein verbreiteter Terminus im englischen Sprachraum ist, ist mir klar. Was ich für problematisch halte, ist lediglich die Assoziation mit a) quasi-industriellen Arbeitsprozessen und b) naturwissenschaftlichen Methoden, die nach meinem Eindruck vielen &#8216;nicht-digitalen&#8217; Geisteswissenschaftlern missfallen könnten. Möglicherweise bin ich da zu pessimistisch, aber es sollte meines Erachtens nicht der Eindruck entstehen, es ginge bei DH um eine Dogmatisierung der Methodik oder um den Import &#8222;besserer&#8220; Methoden aus den Naturwissenschaften, sondern einfach um eine pragmatische Erweiterung der Methodenpalette. Die zitierte Beschreibung von der DARIAH-Homepage könnte meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang – unfreiwillig – einen falschen Eindruck entstehen lassen.</p>
<p>Es ließe sich noch weitaus mehr schreiben, aber ich will nicht den Rahmen des Kommentars sprengen – festhalten möchte ich, dass es mir um die Präsentation eines noch (zu) wenig sichtbaren, innovativen Wissenschaftsbereichs ging. Als Anglist bin ich mit der angelsächsisches Forschungslandschaft vielleicht auch einfach vertrauter, als mit der in Deutschland – umso besser, dass Ihre Hinweise die Lücken geschlossen haben! Mein Beitrag sollte keinesfalls das letzte Wort sein, sondern Bewegung erzeugen – darum ja die Veröffentlichung in einem Blog, wo eine Diskussion entstehen kann.</p>
<p>Was auch ein Stichwort ist: ein deutschsprachiges Blog zu diesem Thema würde sicherlich schnell eine große und interessierte Leserschaft gewinnen.</p>
<p>(Noch eine Schlussanmerkung: als <a href="http://www.jannidis.de/person.html" rel="nofollow">Inhaber</a> des neuen Würzburger Lehrstuhls für Computerphilologie wissen Sie über dessen Ausschreibung natürlich besser Bescheid als ich. Aber das können Sie mir kaum ankreiden, denke ich.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fotis Jannidis</title>
		<link>http://wisspub.net/2009/04/08/digitale-geisteswissenschaften-in-deutschland/#comment-5</link>
		<dc:creator>Fotis Jannidis</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 10:08:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wisspub.net/?p=57#comment-5</guid>
		<description>Die Geschichte nach dem Muster &#039;die USA sind viel weiter als wir&#039;, die Sie 
erzählen, stimmt meines Erachtens gleich in mehreren Punkten nicht. 
Der angeblich große Unterschied wird nur dadurch plausibel, dass man alle Ansätze, die es in 
Deutschland seit den 1970er Jahren gibt, durch Formulierungen wie &quot;deutlich 
technisch und computerlinguistisch geprägt&quot; marginalisiert und damit 
eskamotiert. Wenn man sich die Arbeiten einschlägiger deutscher Wissenschaftler 
ansieht - z.B. Christoph Meister, Wilhelm Ott, Thomas Rommel, Andrea Rapp, 
Manfred Thaller usw. - dann wird schnell deutlich, dass Ihre Beschreibung teils 
falsch (&#039;computerlinguistisch geprägt&#039;) ist und teilweise Falsches impliziert, 
nämlich dass im Angelsächsischen und insgesamt das Technische eine andere Rolle 
spielen würde; vgl. z.B. die Abstracts zur 
&lt;a href=&quot;http://www.ekl.oulu.fi/dh2008/Digital%20Humanities%202008%20Book%20of%20Abstracts.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Digital Humanities 
2008&lt;/a&gt;. Tatsächlich ist diese Konferenz übrigens, anders als Sie andeuten, ein 
internationales Ereignis, und man kann sehen, dass es keinen prinzipiellen 
Unterschied zwischen den Beiträgen gibt, sehr wohl aber einen der Zahl: in den 
USA und England gibt es mehr Forscher und Forschung. Aber dieser quantitative 
Unterschied ist kein qualitativer. Sie fragen, wann in Deutschland das erste 
Institut für digitale Geschichtswissenschaften eröffnet wird. Aber ist das nicht 
genau das selbstgesetzte Ziel des Instituts für Historisch 
Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung in Köln? Oder wo der erste 
Lehrstuhl für digitale Literaturwissenschaft ausgeschrieben wird? Die Antwort 
lautet 2008 in &lt;a href=&quot;http://zeit.academics.de/jobs/universitaetsprofessorin_universitaetsprofes
sor_25438.html&quot;&gt;Würzburg&lt;/a&gt;. Aber es gab vorher schon Professuren mit einer einschlägigen Denomination, z.B. in Darmstadt und Hamburg.
Und auch der Gegensatz zwischen Bamboo und 
deutschen Projekten wie Dariah oder TextGrid scheint mir in Ihrem Beitrag zumindest
überpointiert, da Bamboo das eigene Ziel so beschreibt: &quot;Bamboo strives to help the humanities flourish and 
evolve through the development of scholarly &#039;cyberinfrastructure&#039;.&quot; So in der eben publizierten ersten Version des 
&lt;a href=&quot;https://wiki.projectbamboo.org/display/BPUB/Workshop+Discussion+Draft+1.0+-+Vision&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Bamboo Program Documents&lt;/a&gt;. Der wesentliche Unterschied 
ist die Summe des Geldes, die ausgegeben wurde, um möglichst viele Geisteswissenschaftler nach ihren Wünschen zu befragen. 
Mir erscheint das auch vorbildlich, und wir wollen in TextGrid, nicht zuletzt weil jetzt schon eine Kooperation mit Bamboo existiert, die einschlägigen Ergebnisse möglichst fruchtbar 
machen für unsere Entwicklung - soweit das bei dem sehr viel eingeschränkteren Anwendungsfeld unseres Projekts möglich ist. 
Ein letzter Punkt: Ebenso wie Sie halte ich die neueren Tendenzen, Textmining mit großen Textsammlungen zu verwenden, für ausgesprochen spannend, 
aber ich möchte nicht für jede Untersuchung meine eigenen Texte digitalisieren und meine eigenen Werkzeuge entwickeln müssen. 
Die von Ihnen so perhorreszierten Infrastrukturen sind aber genau dafür da, dass Wissenschaftler sich um diese Aspekte nicht mehr kümmern müssen, 
sondern sich darauf konzentrieren können, wie man philologische Fragestellungen und die eingeschränkten Möglichkeiten des Computers 
zusammenbringt. In der Entwicklung solcher Infrastrukturen für quantiative Analysen gibt es übrigens tatsächlich einen Vorsprung der USA, z.B. das 
&lt;a href=&quot;http://monkproject.org/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Monk Projekt&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://code.google.com/p/philomine/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Philomine&lt;/a&gt; 
des &lt;a href=&quot;http://humanities.uchicago.edu/orgs/ARTFL/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;ARTFL Projekts&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://portal.tapor.ca/portal/portal&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;TAPOR&lt;/a&gt;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte nach dem Muster &#8216;die USA sind viel weiter als wir&#8217;, die Sie<br />
erzählen, stimmt meines Erachtens gleich in mehreren Punkten nicht.<br />
Der angeblich große Unterschied wird nur dadurch plausibel, dass man alle Ansätze, die es in<br />
Deutschland seit den 1970er Jahren gibt, durch Formulierungen wie &#8222;deutlich<br />
technisch und computerlinguistisch geprägt&#8220; marginalisiert und damit<br />
eskamotiert. Wenn man sich die Arbeiten einschlägiger deutscher Wissenschaftler<br />
ansieht &#8211; z.B. Christoph Meister, Wilhelm Ott, Thomas Rommel, Andrea Rapp,<br />
Manfred Thaller usw. &#8211; dann wird schnell deutlich, dass Ihre Beschreibung teils<br />
falsch (&#8216;computerlinguistisch geprägt&#8217;) ist und teilweise Falsches impliziert,<br />
nämlich dass im Angelsächsischen und insgesamt das Technische eine andere Rolle<br />
spielen würde; vgl. z.B. die Abstracts zur<br />
<a href="http://www.ekl.oulu.fi/dh2008/Digital%20Humanities%202008%20Book%20of%20Abstracts.pdf" rel="nofollow">Digital Humanities<br />
2008</a>. Tatsächlich ist diese Konferenz übrigens, anders als Sie andeuten, ein<br />
internationales Ereignis, und man kann sehen, dass es keinen prinzipiellen<br />
Unterschied zwischen den Beiträgen gibt, sehr wohl aber einen der Zahl: in den<br />
USA und England gibt es mehr Forscher und Forschung. Aber dieser quantitative<br />
Unterschied ist kein qualitativer. Sie fragen, wann in Deutschland das erste<br />
Institut für digitale Geschichtswissenschaften eröffnet wird. Aber ist das nicht<br />
genau das selbstgesetzte Ziel des Instituts für Historisch<br />
Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung in Köln? Oder wo der erste<br />
Lehrstuhl für digitale Literaturwissenschaft ausgeschrieben wird? Die Antwort<br />
lautet 2008 in <a href="http://zeit.academics.de/jobs/universitaetsprofessorin_universitaetsprofes<br />
sor_25438.html">Würzburg</a>. Aber es gab vorher schon Professuren mit einer einschlägigen Denomination, z.B. in Darmstadt und Hamburg.<br />
Und auch der Gegensatz zwischen Bamboo und<br />
deutschen Projekten wie Dariah oder TextGrid scheint mir in Ihrem Beitrag zumindest<br />
überpointiert, da Bamboo das eigene Ziel so beschreibt: &#8222;Bamboo strives to help the humanities flourish and<br />
evolve through the development of scholarly &#8216;cyberinfrastructure&#8217;.&#8220; So in der eben publizierten ersten Version des<br />
<a href="https://wiki.projectbamboo.org/display/BPUB/Workshop+Discussion+Draft+1.0+-+Vision" rel="nofollow">Bamboo Program Documents</a>. Der wesentliche Unterschied<br />
ist die Summe des Geldes, die ausgegeben wurde, um möglichst viele Geisteswissenschaftler nach ihren Wünschen zu befragen.<br />
Mir erscheint das auch vorbildlich, und wir wollen in TextGrid, nicht zuletzt weil jetzt schon eine Kooperation mit Bamboo existiert, die einschlägigen Ergebnisse möglichst fruchtbar<br />
machen für unsere Entwicklung &#8211; soweit das bei dem sehr viel eingeschränkteren Anwendungsfeld unseres Projekts möglich ist.<br />
Ein letzter Punkt: Ebenso wie Sie halte ich die neueren Tendenzen, Textmining mit großen Textsammlungen zu verwenden, für ausgesprochen spannend,<br />
aber ich möchte nicht für jede Untersuchung meine eigenen Texte digitalisieren und meine eigenen Werkzeuge entwickeln müssen.<br />
Die von Ihnen so perhorreszierten Infrastrukturen sind aber genau dafür da, dass Wissenschaftler sich um diese Aspekte nicht mehr kümmern müssen,<br />
sondern sich darauf konzentrieren können, wie man philologische Fragestellungen und die eingeschränkten Möglichkeiten des Computers<br />
zusammenbringt. In der Entwicklung solcher Infrastrukturen für quantiative Analysen gibt es übrigens tatsächlich einen Vorsprung der USA, z.B. das<br />
<a href="http://monkproject.org/" rel="nofollow">Monk Projekt</a>, <a href="http://code.google.com/p/philomine/" rel="nofollow">Philomine</a><br />
des <a href="http://humanities.uchicago.edu/orgs/ARTFL/" rel="nofollow">ARTFL Projekts</a> oder <a href="http://portal.tapor.ca/portal/portal" rel="nofollow">TAPOR</a>.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Cornelius Puschmann</title>
		<link>http://wisspub.net/2009/04/08/digitale-geisteswissenschaften-in-deutschland/#comment-4</link>
		<dc:creator>Cornelius Puschmann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 17:02:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wisspub.net/?p=57#comment-4</guid>
		<description>Thanks for stopping by, Brett. My sense is that DH as a label is not yet as well-established here in Germany as it is in the anglophone world, although there are individual projects that have characteristics of DH without explicitly using the term. The integration of libraries into the research process also tends to be stronger in the English-speaking world than it here in my experience, which is a vital component of DH.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Thanks for stopping by, Brett. My sense is that DH as a label is not yet as well-established here in Germany as it is in the anglophone world, although there are individual projects that have characteristics of DH without explicitly using the term. The integration of libraries into the research process also tends to be stronger in the English-speaking world than it here in my experience, which is a vital component of DH.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Brett Bobley</title>
		<link>http://wisspub.net/2009/04/08/digitale-geisteswissenschaften-in-deutschland/#comment-3</link>
		<dc:creator>Brett Bobley</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 16:12:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wisspub.net/?p=57#comment-3</guid>
		<description>Thanks for this very interesting post.  As you noted, my office (US NEH, Office of Digital Humanities) has been working with the DFG on some joint grant calls.  So I&#039;m quite keen to learn more about digital humanities in Germany.  Let&#039;s keep in touch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Thanks for this very interesting post.  As you noted, my office (US NEH, Office of Digital Humanities) has been working with the DFG on some joint grant calls.  So I&#8217;m quite keen to learn more about digital humanities in Germany.  Let&#8217;s keep in touch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Digitale Geisteswissenschaften - post on Digital Humanities (in German) in my other blog &#124; CorpBlawg</title>
		<link>http://wisspub.net/2009/04/08/digitale-geisteswissenschaften-in-deutschland/#comment-2</link>
		<dc:creator>Digitale Geisteswissenschaften - post on Digital Humanities (in German) in my other blog &#124; CorpBlawg</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 21:59:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wisspub.net/?p=57#comment-2</guid>
		<description>[...] just wanted to let you know about a post on Digital Humanities (in German) that I&#8217;ve just published in Wisspub.net, a newly launched team blog that I also [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] just wanted to let you know about a post on Digital Humanities (in German) that I&#8217;ve just published in Wisspub.net, a newly launched team blog that I also [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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